Vakuum-Lecktests

Forscher, die im Bereich Vakuumtechnik oder Kryotechnik tätig sind, kennen die Schwierigkeiten im Umgang mit virtuellen und reellen Lecks.

Gängige in der Industrie angewandte Methoden der Lecksuche (z.B. Wasserbad- oder Differenzdruckprüfung) sind in der Vakuumtechnik nicht möglich bzw. nicht erfolgreich.

Mit Hilfe speziell für diesen Bereich gefertigter Lecktester lassen sich Undichtigkeiten in Vakuumapparaturen, Druckbehältern, Kryostaten u.ä. leicht aufspüren. Im Gegensatz zu Massenspektrometern oder einfachen Testmethoden mit Lecksuchsprays (typischerweise bis E-4 mbar·l/s) lassen sich mit Hilfe eines Lecktesters Undichtigkeiten auch quantitativ bestimmen (in „mbar l/s“).

Lecks im Rezipienten können entweder von außen durch eine Schnüffelsonde ermittelt werden oder aber von innen heraus im Vakuumbetrieb, bei dem der Rezipient abgepumpt und von außen mit Heliumgas besprüht wird.

Die Lecktests werden mit einem PhoenixL300 der Firma Oerlikon Leybold Vacuum bei uns im Haus durchgeführt. Ist dies nicht möglich, kann das Gerät ggf. auch verliehen werden.

Gerätetechnik:

  • Gewicht: 40kg, Maße: Abmessungen (B x H x T): 495 x 456 x 314
  • Einlassflansch: DN KF25
  • Lecksuche ab 15mbar Einlassdruck
  • Messprinzip (Teilstrom, Schnüffelmodus)
  • Umschaltbar auf den Nachweis von H2, 3He und 4He
  • Kleinste nachweisbare Leckrate für Helium:
    • Vakuumbetrieb: ≤ 5 · E-12 mbar·l/s
    • Schnüffelbetrieb: ≤ 1 · E-7 mbar·l/s

 

Ansprechpartner:
Ines Hense, ines.hense@tec-institut.de
Timo Junker, timo.junker@tec-institut.de (Abteilungsleitung)